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Bildbetrachtung zur Jahreslosung 2020

Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Markus 9,24

Es gibt Momente im Leben, da ist alles in Aufruhr. Was bisher im Gleichgewicht war, gerät ins Wanken. Tiefe Glaubensüberzeugungen stehen plötzlich in Frage. In der Jahreslosung für 2020 begegnet uns ein Mensch, der darum ringt, glauben zu können. Das Bild zur Jahreslosung von Dorothee Krämer nimmt diese innere Zerrissenheit und den Schrei nach Hoffnung auf.

Ich glaube – wenn nichts mehr sicher ist.

Es ist auf den ersten Blick ein Wirrwarr verschiedener Linien und Striche, das uns auf dem Bild von Dorothee Krämer entgegenkommt. Schwarze gezackte Linien sind zu erkennen und Linien, die in verschiedenen Blauschattierungen schimmern. Mir scheint, dass unser Leben in manchen Momenten diesem Ineinander verschiedenster Strichführungen und Farben gleicht. Wenn das, was wir glauben, durcheinander gekommen ist und alle frommen Gefühle verweht sind vom Wind des Zweifels. Ungefähr in der Mitte des Bildes meine ich einen Baum erkennen zu können. Er ist gebeugt, als ob der Sturm ihn zu Boden drückt und zu entwurzeln droht. Wenn der Zweifel unser Leben durcheinander wirbelt, dann droht ausgerissen zu werden, was wir felsenfest geglaubt haben. In den Linien und gezackten Strichen leuchten Gelbtöne auf. An einigen Stellen durchbricht ein heller Lichtstrahl die dunklen Linienführungen. Beides ist da: Hell und Dunkel, zackig-scharfe Strichkanten und helle, breite Farbbahnen. So wie es in unserem Leben beides gibt: lichte und dunkle Momente, Schönes und Trauriges. Glaube ist dadurch gekennzeichnet, dass wir hoffen und bangen, dass wir fest vertrauen und dann wieder mit dem Zweifel ringen. Mein Blick bleibt am Baum in der Bildmitte hängen. Feste Wurzeln muss er haben, sonst hätte der Sturm ihn mit Leichtigkeit umgeworfen.

Gedanken von Pfarrer Cornelius Kuttler


 

Können Sie sich noch an den Schmetterling erinnern? Er zeigt uns in welche Großregionen unsere Kirchgemeinden strukturell miteinander verbunden sein werden.

Nun ist es vollbracht die Schwesternkirchverträge sind unterzeichnet, ein erster Schritt ist getan. Unsere Region (rot) besteht nun aus einem Schwesternkirchverhältnis mit den Gemeinden Borna/Lobstädt/Neukieritzsch (Emmauskirchgemeinde Bornaer Land), Bad Lausick/Etzoldshain, Regis Breitingen, Groitzsch, Pegau und dem Leipziger Neuseenland.

Wie schon berichtet ist diese strukturelle Veränderung notwendig, da unsere Kirchgemeinden immer kleiner werden und somit Kräfte (z. B. in der Verwaltungsarbeit oder in der Gemeindepädagogik) besser gebündelt werden können.


 

„Hunger nach Gerechtigkeit“ unter diesem Motto findet - wie im Vorjahr - auch unsere 61. Aktion statt. Bis zum heutigen Tag leben Millionen Menschen in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Brot für die Welt setzt sich dafür ein, diese Situation global und nachhaltig zu ändern.

Seit mehr als 60 Jahren kämpft Brot für die Welt für die Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. In dieser Zeit wurde Beachtliches erreicht: Gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit und getragen von so Vielen in evangelischen und freikirchlichen Gemeinden in Deutschland konnten wir bisher bereits Millionen Menschen dabei unterstützen, ihr Leben aus eigener Kraft zu verbessern. Dabei zählt für Brot für die Welt jede und jeder Einzelne und die Verheißung, dass alle „das Leben und volle Genüge“ haben sollen.

Ab dem 1. Advent können auch Sie, liebe Gemeindeglieder für Brot für die Welt spenden. In den Gottesdiensten liegen wieder Spendentütchen aus, sie können aber auch direkt im Pfarramt spenden. Eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt kann ab 50 € ausgestellt werden.

Christina Schindler


 

Nachdenken über sieben Abschnitte aus dem Deuteronium

vom 27. – 31. Januar jeweils 14:30 und 19:30 Uhr

Die genauen Angaben entnehmen Sie bitte den Aushängen oder erfragen Sie im Pfarramt Borna.


 

Monatsspruch Dezember aus Jesaja 50,10 

Kennen Sie das? Die Dunkelheit im Winter kann einen ganz schön herunterziehen. Läuft dann auch noch das eine oder andere im Alltag schief, macht das fehlende Sonnenlicht einem umso mehr zu schaffen. Dunkel kann es in uns auch werden, wenn wir in schwierige Lebenssituationen geraten – mit Arbeitslosigkeit, Beziehungskrisen, Krankheit oder gar Todesfällen.

Zusage oder Aufforderung?

Und dann dieser Monatsspruch: Was für eine tolle Zusage! Das dachte ich beim ersten Lesen. Aber genau genommen geht es hier in erster Linie nicht um eine Zusage: Es geht um eine Aufforderung! Wenn ich "im Dunkel lebe" und mir "kein Licht leuchtet", dann soll ich trotzdem vertrauen und mich auf den "Namen des Herrn", also auf Gott, verlassen.

Aktiv vertrauen

Ich bin nicht zum Abwarten verdammt – nach dem Motto: "Im Frühjahr werden die Tage wieder länger, vielleicht wird dann alles wieder erträglicher." Ich muss das Schwere nicht passiv durchleiden, weil es zum Leben gehört und kein Mensch mir helfen kann. Nein, der Text zeigt mir eine Alternative auf: Es geht darum, dass ich etwas tue. Dass ich aktiv werde. Dass ich es einübe, auf Gottes Hilfe zu vertrauen und mich auf Gott zu verlassen. Jetzt. Auch wenn ich gerade das Gefühl habe, in Angst und Pein zu ertrinken.

Wie tröstlich: Gott ist da!

Selbst wenn ich gar nichts spüre von Gottes Verlässlichkeit, gibt es sie dennoch. Das drückt der Monatsspruch aus. In der Aufforderung, mich aktiv auf Gott zu verlassen, steckt nämlich zugleich die Zusage, dass Gott da ist. Das ist tröstlich. Gott ist anwesend und auf ihn ist Verlass. Dann kann ich es auch wagen, mich ihm anzuvertrauen und zu ihm zu kommen, z. B. im Gebet. Und wenn mir selbst die Worte fehlen, kann ich mich vielleicht auf Worte anderer stützen – aus den biblischen Psalmen oder vertrauten Gesangbuchliedern.

Gedanken von Ulrike Stahlberg, Online-Redakteurin bei der
Christoffel-Blindenmission


 

 

           

 


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