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Erzieher/in gesucht

Die Evangelische-Lutherische Kirchgemeinde St. Marien sucht dringend ab sofort eine(n) Erzieher(in) bzw. Heilerziehungspfleger(in) als Krankheitsvertretung in unserer Kindertagesstätte Marienkäfer in Voll- oder Teilzeit bis ca. Sommer 2018.


Bitte melden Sie sich im 

Pfarramt 03433-802185 oder bei der
KiTa-Leiterin, Frau Rösig, unter 03433-260747.

 

Heuersdorf, ein Dorf das etwa 12 km westlich von Borna entfernt lag, hat eine lange Geschichte, die im Jahr 2009 zu Ende ging. Das Dorf musste dem Braunkohlenbergbau weichen.

Nur die Emmauskirche konnte gerettet werden. In einer spektakulären Aktion wurde die Emmauskirche im Ganzen von Heuersdorf nach Borna vom 23. bis 31. Oktober 2007 transportiert. Über 50 Firmen aus der Region waren am Transport und der anschließenden Sanierung beteiligt.

Am Ostermontag 2008 konnte der erste Gottesdienst am neuen Standort neben der Stadtkirche von Borna gefeiert werden.

 

... ein Stück Vergangenheit mit Zukunft - Die Kirche – Mittelpunkt des Lebens

Heuersdorf, ein Dorf etwa 12 km von Borna entfernt, hat eine lange Geschichte, die im Jahr 2009 ihr Ende findet. Das älteste erhaltene Bauwerk ist die Emmauskirche.

Die Entstehung der nur 14,50 Meter mal 8,90 Meter großen Dorfkirche liegt etwa 750 Jahre zurück in der Romanik. Mit modernen dendro-chronologischen Untersuchungen hat man herausgefunden, dass die ältesten in der Kirche verbauten Holzbalken von Bäumen stammen, die im Jahr 1258 gefällt wurden.

Damals war Gott der Mittelpunkt des ganzen Lebens. In der Kirche wurden nicht nur Gottesdienste gefeiert. Die Kirche war auch der Ort, wo die Menschen im Gebet bei Gott Zuflucht suchten und Schutz und Trost in allen Lebenslagen fanden. Um Gott zu ehren, verwendeten die Heuersdorfer für den Bau ihrer Kirche auch das Kostbarste und Aufwändigste, was ihnen zur Verfügung stand: Bruch- und Feldsteine sowie Sandstein und Porphyr.

 

Eine Saalkirche

Die Emmauskirche ist eine romanische Saalkirche. Der so genannte Triumphbogen, der im Inneren den Übergang vom Kirchenschiff zum Chor bildet, ist noch original romanisch. Dagegen sind die Fenster und das Portal an der Südseite der Kirche sowie die markante Haube des Dachreiters in der Zeit des Barock umgestaltet worden.

 

Besonderheiten im Innenraum

Seit ihrem Transport von Heuersdorf nach Borna im Oktober 2007 hat sich die kleine Kirche schmuck herausgeputzt. Sie wurde verputzt sowie im Inneren aufwändig saniert und restauriert. Dabei wurden Reste früherer Bemalungen um die Fenster ebenso entdeckt, wie eine Malerei am Kanzelkorb, die den Kopf eines Heiligen zeigen könnte. 

Eine Besonderheit im Inneren ist die Tatsache, dass die hölzerne Kassettendecke des Kirchenschiffs nur von einer einzigen, ebenfalls aus Holz bestehenden schlanken Stütze getragen wird. Der Altar entstand im 15. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert zum Kanzelaltar umgebaut. Die beiden Glocken wurden 1829 in Apolda gegossen.

Die Orgel ist ein Werk des Bornaer Orgelbauers Urban Kreutzbach von 1850. Die aufwändige Reparatur und Restaurierung des historischen Instruments, das bereits vor dem Transport der Kirche ausgebaut worden war, erforderte weit über 1000 Stunden Arbeit durch die Orgelbauer der Radebeuler Firma Lindner. Dabei wurden u. a. alle 550 Pfeifen überprüft und zum Teil auch erneuert. Die feierliche Wiedereinweihung der Orgel fand am 24. Mai 2008 statt.

Ihren Namen erhielt die Emmauskirche erst 1959 in Folge der Zusammenlegung von Heuersdorf mit Großhermsdorf, um sie von der zweiten Kirche im Ort, der Taborkirche, zu unterscheiden, die am 23.11.2008 entwidmet werden musste, da sie dem Bergbau (als hoffentlich letzte Kirche in dieser Region) zum Opfer fiel.

... eine Erinnerung an Heuersdorf - Die Emmauskirche erinnert an Heuersdorf, zu dessen Ortsbild die Kirche gehörte, bevor sie im Oktober 2007 nach Borna umgesetzt wurde.